Die Beantragung der Dokumente kann entweder per Post an das Generalkonsulat in Hannover oder persönlich im Honorarkonsulat Hamburg erfolgen. 

HIER geht es zur Vergabe der Online Termine.
 

Das Standesamt eines Konsulats nimmt ähnlich einer italienischen Gemeinde Registrierungen sowie Randnotizen vor und führt die Standesamtsregister.

Die Personenstandsabteilung stellt Personenstandsbescheinigungen (Geburt, Heirat, Tod, Staatsangehörigkeit) aus, die für bestimmte Verwaltungsvorgänge erforderlich sind und nimmt Personenstandsänderungen vor. Nachstehend die wichtigsten Vorgänge, die von der Abteilung bearbeitet werden.

 

Wichtig: Es wird darauf hingewiesen, dass die im folgenden genannten Bescheinigungen und Personenstandsänderungen nur für diejenigen ausgestellt werden können, die im „Register der im Ausland ansässigen Italiener“ A.I.R.E. eingetragen sind. Außerdem ist stets ein gültiges Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass) vorzulegen.

 

Nur bei der italienischen Heimatgemeinde hingegen sind folgende Bescheinigungen erhältlich:

  • Geburtsurkunde bzw. Auszug aus dem Geburtenregister
  • Heiratsurkunde bzw. Auszug aus dem Heiratsregister
  • Todesurkunde bzw. Auszug aus dem Sterberegister
  • Bescheinigung über die Eintragung ins A.I.R.E.

Nur von italienischen Gerichten werden folgende Bescheinigungen ausgestellt:

  • Auszug aus dem italienischen Strafregister
  • rechtskräftige italienische Scheidungsurteile.

Zur Vorlage bei deutschen Behörden müssen diese Dokumente auf Deutsch übersetzt werden. Geburtsurkunden bzw. Auszüge aus dem Geburtenregister und Heiratsurkunden bzw. Auszüge aus dem Heiratsregister können die italienischen Gemeinden auch auf einem internationalen Formular ausstellen. Alle anderen Dokumente müssen durch einen vereidigten Übersetzer übersetzt werden.

 

Keine Bescheinigungen mehr für öffentliche Verwaltungen

Seit dem 1. Januar 2012 dürfen Bescheinigungen öffentlicher Verwaltungen, die Auskunft geben über persönliche Situationen, Eigenschaften und Sachverhalte, nur mehr zwischen Privaten verwendet werden (Gesetz Nr. 183 vom 12.11.2011, Art. 15 Abs. 1).

Öffentliche Behörden oder private Erbringer von öffentlichen Dienstleistungen dürfen seit dem 1. Januar keine amtlichen italienischen Bescheinigungen mehr annehmen oder anfordern. Künftig werden nur mehr die Ersatzerklärung (Selbsterklärung) oder Notorietätsurkunden (Art. 46 und 47 des DPR Nr. 445 vom 28.12.2000) akzeptiert. Eventuell doch ausgestellte Bescheinigungen, sofern durch Private ausdrücklich erwünscht, führen die folgende Formel (bei sonstiger Nichtigkleit) “die vorliegende Bescheinigungdarfnichtfürdie öffentlichenBehördenoderfür privateErbringer öffentlicherDienstleistungenausgestelltwerden“. Diese Formel bezieht sich lediglich aufdie öffentlichen Behörden in Italien und den Erbringern öffentlicherDienstleistungen in Italien, hingegen die Gültigkeit solcher Bescheinigungen gegenüber den ausländischen Behörden bestehen bleibt. Die Verwaltungen sind im Zweifel befugt den Wahrheitsgehalt von Selbsterklärungen zu überprüfen.

 

Personenstandsänderungen

Welche Personenstandsveränderungen müssen in Italien registriert werden und was ist dafür erforderlich?

Die Geburten, die Eheschließungen, die Scheidungen und die Todesfälle der im Ausland ansässigen Italiener müssen in die Register der Heimatgemeinde oder der Gemeinde der Eltern eingetragen werden. Die Konsulate erhalten die Urkunden von den örtlichen Behörden und leiten diese an die italienischen Gemeinden zwecks Überschreibung weiter. Es ist die Aufgabe der Betreffenden sicherzustellen, dass die deutschen Behörden auch tatsächlich die Urkunden an das zuständige Konsulat im Original sowie auf mehrsprachigem Formblatt übersendet haben.

• Geburten

• Eheschließungen

• Scheidungen

• Sterbefälle

 

Geburten

Die Kinder von mindestens einem italienischen Elternteil besitzen die italienische Staatsbürgerschaft, auch wenn sie im Ausland geboren sein sollten oder auch eine weitere Staatsbürgerschaft besitzen. Deshalb müssen ihre Geburten immer in Italien registriert werden.

Um eine Geburt mitteilen zu können, müssen dem Konsulat die folgenden Unterlagen vorgelegt werden:

  • lediglich die Originale Geburtsurkunde auf internationalem Formblatt, sofern die Eltern zu Zeitpunkt der Geburt verheiratet waren.
  • sofern die Eltern NICHT verheiratet waren zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes, bedarf es einer Originale Geburtsurkunde auf internationalem Formblatt, der Originale der Vater- und Mutterschaftsanerkennungen sowie der Zustimmung des Erstanerkennenden (nach Art. 250 C.C.). Die zwei Anerkennungen müssen durch einen vereidigten Übersetzer übersetzt werden.

 

EHESCHLIEßUNGEN

Voraussetzungen für diejenigen, welche in diesem Verwaltungsbezirk wohnhaft sind und im A.I.R.E. eingetragen sind.
  

scheidungen

Die notwendigen Unterlagen, um die Überschreibung eines Scheidungsurteils in Italien zu beantragen, sind:

Falls die Scheidung vor dem 1. März 2001 ausgesprochen wurde:

1) Das „vollständige“ Scheidungsurteil im Original oder als beglaubigte Fotokopie (mit Rechtskraftvermerk). Die Ex-Ehefrau muss auch mit dem Mädchennamen aufgeführt sein. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist eine Ergänzung seitens des Amtsgerichts mit dem Zusatz „geborene……." erforderlich;

2) Übersetzung des vollständigen Urteils durch einen vereidigten Übersetzer, dessen Unterschrift bei diesem Honorarkonsulat hinterlegt sein muss. Anschließend Legalisierung der Unterschrift des Übersetzers durch uns;

3) eidesstattliche Erklärung, die Sie (dazu bitte mit einem gültigen Dokument u. dem o.g. Urteil) zusammen mit dem Scheidungsurteil sowie einer Kopie eines gültigen Ausweisdokumentes per Post senden müssen.

 

Falls die Scheidung nach dem 1. März 2001 ausgesprochen wurde (EU-Verordnung 2201/2003):

1) Das „vollständige“ Scheidungsurteil im Original oder als beglaubigte Fotokopie (mit Rechtskraftvermerk). Die Ex-Ehefrau muss auch mit dem Mädchennamen aufgeführt sein. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, ist eine Ergänzung seitens des Amtsgerichts mit dem Zusatz „geborene……." erforderlich;

2) Eine ÜBERSETZUNG ist NICHT mehr notwendig, jedoch muss der Anhang 1 oder 2 laut Art. 39 der obengenannten Verordnung mit dem Datum der Rechtskräftigkeit beigefügt sein. Dieses Dokument muss im Original ohne Übersetzung eingereicht werden;

3) eidesstattliche Erklärung, die Sie (dazu bitte mit einem gültigen Dokument u. dem o.g. Urteil) zusammen mit dem Scheidungsurteil sowie einer Kopie eines gültigen Ausweisdokumentes per Post senden müssen.

 

Sterbefälle

Der Todesfall von im Ausland lebenden Italienern muss nach Italien überschrieben werden. Die notwendigen Unterlagen für die Registrierung des Todesfalls sind:

  • Sterbeurkunde ausgestellt vom zuständigen Standesamt;
  • Nachweis der Staatsbürgerschaft des Verstorbenen: italienischer Personalausweis bzw. Reisepass, Staatsbürgerschaftsurkunde